“Ich sollte mal wieder bloggen”

Das schrieb ich heute auf Twitter. Das schreibe ich öfter mal. Und noch viel öfter denke ich das. Und dann wird doch nie was draus. Ich kann mich damit abfinden.

Und wenn nicht, ein paar Ideen hab ich noch.

The Last Seven

Stellen wir uns vor, wir wachen auf und sind der letzte Mensch auf der Welt. Also, vielleicht nicht auf der Welt, aber zumindest London ist menschenleergefegt. Gefegt, denn alles ist sauber. Keine Trümmer, kein Müll, keine Zeitungen, die durch die Straßen wehen, nicht einmal Regen. Da ist eindeutig was falsch, ne?

Also, nicht, dass das Thema jetzt völlig originell wäre, aber ein menschenleeres London ist immer einen Film wert. Da kann man kaum was falsch machen mit. Nun ist es aber leider so, dass man in London, egal wie menschenleer, ja nicht lange allein bleibt, zumal der Film “The Last Seven” und nicht “The Last One” heißt. Diese Sieben werden nun, mit einem sehr lückenhaften Gedächtnis ausgestattet, von einem relativ gruseligen Danny Dyer nach und nach getötet. Und das ist genau so vorhersehbar wie unspektakulär. Dass es zwischen all diesen Figuren einen Zusammenhang gibt, der am Ende natürlich auch enthüllt wird, ist durch diverse Rückblenden ziemlich schnell klar, so dass sich die Verwirrung der Protagonisten kaum auf den Zuschauer übertragen mag. Vielleicht fehlte es auch einfach am schauspielerischen Talent. Wer weiß das schon?

Wenn dann der Abspann läuft, sitzt man ratlos vor der halbvollen Chipstüte und denkt darüber nach, ob das jetzt wirklich hatte sein müssen. Jedenfalls mir ging es so. Joa.

Podcasts

Nebenbei, wenn ich mal nicht keine Blogeinträge schreibe, podcaste ich ja auch. Mit Tobias. Das macht mir Spaß und ist sogar manchmal lehrreich, weil ich etwas über andere Menschen lerne. Das ist eine relativ gute Sache. Wir sollten das öfter machen, dieses Podcasten.
Was ich aber nicht mag, das sind die Reaktionen darauf. Sicher, ich habe keine Probleme damit, die Folgen zu veröffentlichen, kurz dazuzuschreiben, was so ungefähr die Themen waren und so weiter. Ich zögere dann aber doch schon deutlich, gefragt oder ungefragt den Link zu dem Podcast herauszurücken. Denn dann hört sich das jemand an, verbringt Zeit mit etwas, das ich (mehr oder weniger) hergestellt habe. Und wird dann auch darauf reagieren. Ich will nicht, dass jemand reagiert. Denn das nötigt mich dazu, zu dieser Reaktion eine Position zu entwickeln. Warum? Weil sich das so gehört, weil es das mindeste ist, was ich tun kann, um diese verbrachte Zeit, diese entgegengebrachte Aufmerksamkeit wertzuschätzen. Nichts dagegen, so ist das nun mal, das muss. Aber es ist mühsam.
Denn zu dem Zeitpunkt habe ich mit der jeweiligen Folge schon längst abgeschlossen. Auch, wenn es erst der nächste Tag ist. Damit will ich mich dann eigentlich gar nicht mehr beschäftigen.
Es ist merkwürdig. Ganz, ganz merkwürdig.

Update / Neustart?

Also… Hallo, Leser.

Es ist ja so, dass dieses Blog eine ganze Weile lang nichts mehr getan hat. Eine ganze Weile, vielleicht ein Jahr. Und das ist ja in diesem Internet fast eine Ewigkeit, einige verpasste Hypes und mehrere Trillionen Shitstorms. Nun ja. Ist dann halt so.

Jetzt, weil ich eh grad dabei war, habe ich hier mal auf eine aktuellere Version upgedatet. Bei der Gelegenheit habe ich dann noch Altlasten importiert, hauptsächlich, damit sie nicht verloren gehen, wenn ich drüben lösche. Im Archiv mag es jetzt also etwas sehr wild aussehen, das habe ich noch nicht geprüft.

Und jetzt will ich vielleicht auch mal wieder mehr bloggen. Vielleicht. Irgendwann. Mal sehen.

Silent Hill Revelation

Ich gehe mal davon aus, dass nahezu alle, die es interessieren könnte, den Film schon gesehen haben. Bin ja auch etwas spät dran. Aber als Silent Hill Revelation im Kino lief, war ich grad anderweitig beschäfigt. Ich glaube deshalb nicht, dass ich hier noch irgendwas spoilern kann.
Zunächst einmal: Die Erwartungen waren hoch. Der erste Film sowie die Spiele bewegen sich ja in einer sehr speziellen Welt, was sich nicht nur auf die Grafik, die Effekte, das Design der Monster, bezieht, sondern auch auf die Logik. Die ist dann doch größtenteils sehr speziell. Aber das hat bis jetzt nicht gestört, sondern eher dazu beigetragen, dass von Silent Hill eine morbide Faszination ausgeht, die zumindest im Kino keine andere Reihe so erfolgreich umgesetzt hat.
Und Revelation hat das tatsächlich nicht nur durchgehalten, sondern übertrieben.
Und zack, schon bin ich bei den Kritikpunkten. Eigentlich nur einer, die Monster. Denn die Story ist beliebig verworren, aber das soll so, das muss so, sonst wärs nicht Silent Hill. Die Monster also.
Zunächst einmal sind da einige, Malcolm McDowell z.B., oder das Puppen-Spinnen-Ding, die einfach nicht in mein Bild von Silent Hill passen. Gerade das Puppen-Spinnen-Ding ist so übertrieben, es wirkt nicht einmal wirklich lächerlich. Und von der Optik her ist es eher aus I, Robot ausgebrochen als in Silent Hill geboren. Es gehört dort einfach nicht hin. Es passt so gar nicht zur Stimmung im Film, es hätte ebensogut wegbleiben können.
Dann ist da noch Pyramid Head. Pyramid Head ist ja sowas wie der Liebling der Fans. Latscht rum, ist unbesiegbar und unglaublich mysteriös. Aber seine Faszination bekam die Pyramid Head immer daher, dass er nur sehr selten auftauchte. Und das war in diesem Film plötzlich ganz anders. Als hätten die Macher Angst, dass… ich weiß auch nicht, sie von etwas nicht genug haben und das mit Pyramid Head auffüllen müssten. Schade.
Was aber, wie immer, gut ist, ist die Musik. Das zieht sich durch alle Filme und Spiele. Die Musik ist einfach klasse.

Aber nun soll niemand denken, ich hätte den Film nicht genossen. Alles in allem war er schön anzusehen. Etwas übertrieben gewalttätig, aber sehr angenehm.

Liste

Zombies in Prison (FSK16)
Zoning (FSK16)
Sinking of Japan (FSK12)
Unrated – The Movie (FSK18)
Broken (FSK keine Freigabe)
Die vierte Art (FSK16)
2001 Maniacs (FSK keine Freigabe)

Attack of the Killer Hog (FSK keine Freigabe)
Ein Kadaver hing am Glockenseil (FSK16)
Eyes of Crystal (FSK keine Freigabe)
Halloween 1 (FSK18)
Invasion (FSK12)
The 25th Reich (BBFC15)
Tidal Wave (BBFC15)
Zombie City (FSK18)
Unrated 2 (FSK18)
Traffic (FSK16)
Exit Wounds (FSK16)
9-11 The greatest lie ever sold (NL ab 16)
Salz auf unserer Haut (FSK12)
The Musketeer (FSK12)
Mega Fault (BBFC12)
Stonehenge Apocalypse (BBFC12)
Ghosts (FSK18)

So. Seid bitte nett zueinander. Also, max. 3 Filme pro Person oder so. Und schreibt nen Kommentar, damit ich weiß, was ihr haben wollt.

Ein Brief

Ich habe heute gestern einen Brief geschrieben. Auf richtigem Papier. Natürlich am Computer und dann ausgedruckt, alles andere wäre ja verrückt. In diesem Brief geht es um meinen Austritt aus der Piratenpartei. Er ist schmucklos, nicht großartig blumig formuliert, mehr als drei Sätze sind es nicht.

Der Brief ähnelt denen, mit denen man einen Telefonvertrag, ein Zeitungsabo oder eine Wohnung kündigt. Formell. Schlicht. Sachlich. Emotionslos.

Soll das so ein, immerhin geht es um etwas mehr als einen einfachen Vertrag, der da gekündigt wird. Es geht da um etwas, an dem ja doch mehr Gefühle hängen sollten als an der Lebensversicherung.

Der Brief liegt jetzt erstmal in meiner Tasche und wartet ab. Papier ist ja bekanntlich geduldig. Interessant, die Kündigung zu schreiben hat nicht zu dem Impuls geführt, sie auch abzuschicken.

Darüber schreibe ich hier, weil es auf Twitter zu viele direkte Reaktionen darauf gäbe, auf die ich im Moment einfach keine Lust habe. Auch die Gründe immer wieder erklären zu müssen, oder überhaupt erklären zu müssen, das möchte ich gerade nicht. Und auch Beileidsbekundungen bei Austrittswunsch sind, egal ob echt oder geheuchelt, etwas, mit dem ich mich nicht beschaftigen will.

Twitter

So, gestern Abend hatte ich (mal wieder) die Schnauze voll von Twitter. Es ist anscheinend nicht möglich, auf Twitter über das Löschen von Twitter-Accounts nachzudenken, ohne dass gleich aus allen möglichen Ecken der gut gemeinte Schrei kommt, doch bitte nicht von der Brücke zu springen. Dabei hatte ich nur geschrieben, dass das Stilllegen des Accounts einer Amputation gleichkommen könnte. Eigentlich nicht einmal das. Eigentlich war es nur die Frage, ob es jemand auch so sieht.
Aber ich verstehe, dass das missverständlich ist, dass es nicht wenige Menschen gibt, die ihre Hilferufe so formulieren würden, und ebenso nicht wenige, die solche Tweets als Hilferufe auffassen. Ich bin niemandem böse und will niemanden vor den Kopf stoßen, beleidigen, abweisen, aber so war es einfach nicht gemeint.
Trotzdem, vielleicht wäre das mal ganz lustig (interessant), den Account zu löschen. Es wäre nicht das erste Mal,  ich könnte eine Artikelserie auf meinem Blog starten (Mein Leben ohne Twitter), ich könnte zwar niemandem davon erzählen, weil ohne Twitter niemand davon erfährt, aber das gehört in einen anderen Satz, und ich könnte beweisen, dass die Welt auch nicht besser oder schlechter ist, wenn ich nicht twittere.

 

Ergänzung:

Der Text war ziemlich aus der Hüfte geschossen, ich habe mich da wenig hinterfragt, sondern nur aufgeschrieben, was ich fühle. Inziwschen habe ich ein wenig nachdenken können, bin allerdings immer noch der Meinung, dass das Schließen des Twitteraccounts, zumindest für mich, ein ziemlich harter Schnitt in meinen Lebensgewohnheiten wäre. Andererseits ist es aber so, dass es mich traurig macht, meine Timeline zu lesen. Ohne dass ich den Finger auf einen bestimmten Punkt legen könnte, der das verursacht. Und das ist dann schon etwas, wo ich denke, dass ich etwas ändern sollte. Wie genau diese Veränderung aussieht, das weiss ich nicht. Im Moment ist es ja nur ein Gefühl und nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Also, ich mache mir einen Plan.
Von Twitter weg, ich vielleicht etwas schwieriger, der Rest dürfte machbar sein. Eigenes Blog habe ich ja schon, hier, auch wenn ich es nicht so zur freien Meinungsäußerung nutze, wie ich das vielleicht möchte. Das liegt aber nicht an der Technik oder der Infrastruktur, das liegt an Mangel von Meinung.
Was noch? Facebook hab ich ja nicht, soziale Netzwerke, die davon geklont sind, interessieren mich nicht wirklich. Auch wenn es sicherlich gar nicht so unlustig wäre, mit einem eigenen Dingens, wie hieß das noch gleich, friendica… da irgendwas zu unterstützen.
Jetzt, wo Google den Reader beerdigt, den ich ja schon eine Weile nicht mehr nutze, wäre die Gelegenheit günstig, eine neue TinyTinyRSS-Instanz aufzusetzen und dann auch wirklich zu nutzen. Also, wirklich nutzen, nicht nur haben und öfter mal alles als gelesen markieren.
Und dann OwnCloud, hauptsächlich um Kalender zu synchronisieren.

Irgendwas fehlt bestimmt. Ich komm noch dahinter.

Unrated 2 – Scary as Hell

So, also mal wieder ein Film. Einen, der mir für unter 2 Euro in die Hände gefallen ist. Da können ja auch mal Perlen dabei sein. Unrated 2 ist keine davon. Eine Geisterhausgeschichte mit wirrem Plot, oder etwas ähnlichem, schlechten Schauspielern und… ach… Kunstblut.

Also, zum Einsteig stellen wir uns mal alle gemeinsam die Frage “Was würden wir tun?”
Was würden wir tun, wären wir eine junge Filmemacherin, die eine Dokumentation über ein Geisterhaus drehen will? Es liegt auf der Hand, dass wir, und da kann sich niemand ausnehmen, die meistbekiffteste Nachbarin und den arbeitslosesten Techniker in unser kleines Team rekrutieren und dann einfach mal gucken, was passiert. Soweit klar? Klar.
Dann gehen wir einfach mal in das Haus, ignorieren alle Alpträume und herumschlurfenden Axtmörder. Es muss ja irgendwie weitergehen. Soweit klar? Klar.
Zum Schluss lassen wir uns noch unter Einsatz von möglichst viel Kunstblut und unter Vermeidung jeglichen schauspielerischen Talents nacheinander metzeln. Soweit klar? Klar.
Irgendwer muss dann nur noch dafür sorgen, dass unsere Aufnahmen verschwinden, damit sich jemand des Themas annehmen kann und es unter Verwendung keiner Mittel verfilmen kann. Dazu kippt man dann noch einen überambitionierten Soundtrack und tschakkabumm: es ist ein Film. \o/